Pace verstehen
Was Pace ist, wie du sie berechnest und warum sie das wichtigste Werkzeug für dein Training ist.
Pace berechnen, Trainingszonen verstehen, Belastung steuern und mit KI deinen persönlichen Plan erstellen. Alles, was du für deinen Marathon brauchst — in einem Guide.
Sechs Themenblöcke — von den Grundlagen bis zur Wettkampfstrategie. Alles datenbasiert, alles direkt anwendbar.
Was Pace ist, wie du sie berechnest und warum sie das wichtigste Werkzeug für dein Training ist.
Polarisiertes Training nach Seiler. Warum 80% deiner Läufe in Zone 2 stattfinden müssen.
Fitness, Müdigkeit, Form — die drei Zahlen, die dein Training tatsächlich steuern.
Negative Splits, Renntempo, Verpflegung. Wie du deine Zielzeit am Renntag tatsächlich läufst.
Base, Build, Peak, Taper — wie du eine Saison strukturierst, ohne dich zu überfordern.
Warum statische Pläne scheitern und was ein adaptiver KI-Plan anders macht.
Pace (min/km) ist die Maßeinheit des Laufsports — präziser steuerbar als Geschwindigkeit oder reiner Puls.
Pace bezeichnet die Zeit in Minuten und Sekunden, die du für einen Kilometer benötigst. Eine Pace von 5:30 min/km sind 5 Minuten 30 Sekunden pro Kilometer. Umrechnung: Pace (min/km) = 60 ÷ km/h.
Im Gegensatz zur reinen Geschwindigkeit (km/h) erlaubt Pace direkte Rückschlüsse auf Renneinteilung und Trainingsintensität. Moderne GPS-Uhren zeigen Pace in Echtzeit — km/h wäre hier unpraktisch.
| Pace (min/km) | Tempo (km/h) | Marathon-Zielzeit | Niveau |
|---|---|---|---|
| 4:16 | 14,1 km/h | 3:00h | Wettkampf |
| 4:59 | 12,0 km/h | 3:30h | Fortgeschritten |
| 5:41 | 10,5 km/h | 4:00h | Hobby |
| 6:24 | 9,4 km/h | 4:30h | Hobby |
| 7:06 | 8,4 km/h | 5:00h | Einsteiger |
Pace und Splits direkt berechnen: → Marathon Pace Rechner (kostenlos)
Sportwissenschaftler Stephen Seiler zeigte: Weltklasse-Ausdauerathleten verbringen 80% ihrer Zeit in niedrigen Intensitätszonen — und nur 20% in hohen.
Hobbyläufer machen typischerweise das Gegenteil: zu viele Läufe in Zone 3, dem sogenannten "No Man's Land". Die Konsequenz: konstant müde, ohne echten Trainingsreiz.
Zone 2 Training ist eine aerobe Belastung bei 60–70% der maximalen Herzfrequenz — du kannst dich noch problemlos unterhalten. Es ist die Basis jedes Ausdauertrainings und sollte idealerweise 80% des Gesamtvolumens ausmachen.
| Zone | % HFmax | Pace-Gefühl | Anteil/Woche | Wirkung |
|---|---|---|---|---|
| Z1 | <60% | Sehr locker | 10% | Aktive Erholung |
| Z2 | 60–70% | Locker, konversativ | 70% | Grundlagenausdauer |
| Z3 | 71–80% | Moderat, anstrengend | 0–5% | Meiden! (No Man's Land) |
| Z4 | 81–90% | Hart, Schwelle | 10–15% | Laktatschwelle steigern |
| Z5 | >90% | Sehr hart, Intervalle | 5% | VO₂max verbessern |
Schwellentraining in Zone 4 verbessert die Laktatschwelle — typische Einheiten: 2×20 Minuten Tempolauf oder 4×1 km Intervalle. VO₂max-Intervalle in Zone 5 (5×3–5 Minuten bei 95–100% HFmax) heben die Sauerstoffaufnahme-Decke an.
Der Abschnitt, den die meisten Lauf-Blogs überspringen — und der den Unterschied zwischen Stagnation und Fortschritt macht.
Misst die langfristige Trainingsbelastung über 42 Tage. Steigender Fitness-Wert = du wirst fitter. Faustregel: nicht mehr als +5 Punkte/Woche, sonst Verletzungsrisiko.
Akute Belastung der letzten 7 Tage. Spitzen nach harten Einheiten sind normal — bleibt sie 3+ Wochen über der Fitness, brauchst du eine Erholungswoche.
Form = Fitness − Müdigkeit. Am Renntag soll die Form bei +5 bis +15 stehen — ausgeruht, aber noch im Trainingsrhythmus. Genau dafür ist die Tapering-Phase da.
| Metrik | Bedeutung | Zeitfenster | Ziel |
|---|---|---|---|
| Fitness | Chronische Belastung | 42 Tage | Langsam steigern (+5/Woche max) |
| Müdigkeit | Akute Ermüdung | 7 Tage | Peaks erlaubt, schnell erholen |
| Form | Fitness − Müdigkeit | Täglich | Renntag: +5 bis +15 |
| Belastung | Einzel-Belastung pro Lauf | Pro Einheit | 400–600/Woche (Marathon) |
Eine realistische Zielzeit basiert auf deiner aktuellen Fitness und vergangenen Wettkämpfen. Faustregel: 10-km-Zeit × 4,7 ergibt eine realistische Marathon-Prognose.
Zweite Marathon-Hälfte schneller als die erste. Studien zeigen: Läufer mit Negative Split erreichen ihre Zielzeit häufiger und treffen seltener auf den "Wall" nach km 30.
Erste 10 km 10–15 Sekunden/km langsamer als Zielpace. Der Körper dankt es dir in der zweiten Hälfte — Glykogenspeicher bleiben länger gefüllt.
Für Läufe >90 Min: 60–90 g Kohlenhydrate/h. Zwei Tage vor dem Rennen: 8–10 g KH/kg Körpergewicht. Renntag: leichtes Frühstück 2–3 h vorher.
Eine Marathon-Vorbereitung ist kein gleichmäßiges Crescendo. Vier Phasen mit unterschiedlichen Reizen — und einem klaren Fitness-Ziel pro Phase.
| Phase | Dauer | Fokus | Fitness-Ziel |
|---|---|---|---|
| Base | 4–6 Wochen | 80% Z2 Grundlage aufbauen | 30 → 45 |
| Build | 6–8 Wochen | Volumen + erste Intervalle | 45 → 65 |
| Peak | 3–4 Wochen | Lange Läufe + Tempo | 65 → 75 |
| Taper | 2–3 Wochen | Volumen −50%, Form aufbauen | 75 → 65 (Form +10) |
Statische Pläne kennen dich nicht — wenn das Leben dazwischenfunkt. Adaptive KI-Pläne reagieren.
Einheits-Template für einen "Durchschnittsläufer", den es nicht gibt. Kein Feedback bei verpassten Einheiten oder Pace-Problemen.
Sperren Metriken hinter Paywalls. Zeigen Fitness-Werte, aber kein Coaching. Du musst die Daten selbst interpretieren.
Passt sich an deine Fitness, Müdigkeit und Form an. KI-Feedback nach jedem Lauf. Kostenlos, kein Abo, keine Paywall.
Strava verbinden, Ziel definieren — die WattRun-KI erstellt deinen dynamischen Plan, der sich an deinen Alltag anpasst.
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